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Junioreneuropameisterschaft im Wildwasserrennsport 2010 |
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Am Samstag, den 17.07.2010, machte sich die Juniorennationalmannschaft im Wildwasserrennsport direkt nach der Siegerehrung der neuen Deutschen Meister auf den Weg nach Kraljevo in Serbien. Dort fanden vom 20.07. bis zum 25.07.2010 die Junioreneuropameisterschaften im Wildwasserrennsport statt. Nadja Peuschel, die frischgebackene Deutsche Sprintmeisterin vom Wassersport-Club Kurmark aus Berlin, hatte sich für diese Europameisterschaften im Classic und im Sprint qualifiziert.
Der erste Teil der 16 Stundenfahrt wurde durch starke Gewitter begleitet und im zweiten Teil kam dann die Hitze. Die Sportler und Betreuer kamen ziemlich kaputt gegen 13 Uhr am Hotel an. Nach einer kurzen Pause ging es nachmittags gleich zum Training auf die Classicstrecke und zwei Trainingsfahrten wurden locker gefahren. Die nächsten zwei Tage wurde trainiert, bevor am Mittwoch das Classic-Einzelrennen anstand. Die Startreihenfolge wurde nach den Ergebnissen der letzten Europameisterschaft festgelegt. Nach einem guten Rennen kam Nadja mit Bestzeit ins Ziel, doch es kamen noch einige nach ihr. An der Anzeigetafel war Svenja Beerschwenger aus Köln Dritte und Nadja Vierte, doch die Zeit der Ersten konnte nicht stimmen und nun begann das Warten. Schließlich verschwand die Erste und Svenja war Zweite und Nadja Dritte. Es wurde gejubelt, doch leider nur ein paar Minuten, denn dann war Nadja wieder Vierte mit nur einer Sekunde Rückstand auf die Dritte, eine Französin. Schade, dass die Anzeigetafel so lange das falsche Ergebnis anzeigte, denn die Enttäuschung danach war ziemlich groß.
Am nächsten Tag war die Chance auf eine Goldmedaille sehr hoch. Durch ihre gute Einzelleistung als zweitbeste Deutsche hatte sich Nadja für die Mannschaft qualifiziert. Mit 38 Sekunden auf die Zweiten holten die Deutschen Juniorinnen Nadja Peuschel, Katharina Metzger (Ludwigshafen) und Svenja Beerschwenger den Europameistertitel im Classic Team.
Nun gab es einen Tag Pause, der zum Training an der Sprintstrecke und zum Erholen genutzt wurde. Am Samstag fand das Sprint-Einzelrennen statt. Hierbei gab es ein Favoritensterben bei den Juniorinnen. Die drei Schnellsten schafften nur einen guten Lauf und drehten sich im Kehrwasser oder kenterten sogar in ihrem anderen Lauf. Katharina Metzger und Nadja Peuschel schafften zwei gute Läufe und Katharina wurde Vizemeisterin und Nadja belegte Platz 5 mit nur 0,19 Sekunden Rückstand auf den 3.Platz.
Am Sonntag war wieder eine Goldmedaille im Sprintteam möglich. Nach einem super ersten Lauf, der ihnen gut 2 Sekunden Vorsprung auf die Zweiten brachte, klappte es leider im zweiten Lauf nicht und da sich eine Fahrerin festgefahren hatte wurde die Mannschaft disqualifiziert, schade.
Die Abschlussveranstaltung wurde wie alles hier in Serbien ziemlich sparsam ausgeführt und viele fuhren direkt nach diesem offiziellen Teil nach Hause.
Wir fuhren erst am nächsten Morgen zurück nach Lofer und benötigten dafür wieder gut 16 Stunden, da die Autobahn in Ungarn bei Budapest für mehrere Stunden gesperrt war.
Manuela Peuschel
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